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Zwei Monate im Haus der Stille - Bericht einer Ungarin

Ich heiße Adrienn Lakatos. Ich bin 17 Jahre alt. Ich bin aus Ungarn gekommen, um in Österreich die deutsche Sprache zu üben. Ich lerne schon 7 Jahre lang Deutsch und ich möchte mich mit Außenhandel studieren, deshalb ist es sehr wichtig für mich, dass ich eine andere Sprache kann.
Ich bin hier im Haus der Stille 2 Monate lang gewesen. Es waren die ganzen Ferien durchschnittlich 7 Jugendliche aus Ungarn und Rumänien hier. Wir haben oft im Garten und in der Küche geholfen. Dort haben wir immer viel mit dem Koch geredet. Er hat uns viel über Österreich erzählt, wie die Menschen hier leben und wie das Leben hier ist. Wir haben in der Küche Geschirre abgewaschen, Gemüse gewaschen, geschält und geschnitten und Tisch gedeckt und in der Waschküche haben wir die Bettwäsche gebügelt. Hier, im Haus der Stille gibt es sehr viele Zimmer, weil sehr viele Leute meistens aus Österreich kommen, um Ruhe und Stille zu finden. Und ich glaube, dass es gelingt, weil hier alles so ruhig ist. Hier finden auch verschiedene Kurse statt.
Am Nachmittag konnten wir machen, was wir wollten. In der Nähe - in Bärndorf gibt es einen Teich, wo wir gebadet haben, wenn das Wetter sehr heiß war. .Ich bin häufig mit den anderen nach Graz oder nach anderen Dörfern, die in der Nähe sind, mit dem Rad gefahren, wo wir eingekauft oder die Sehenswürdigkeiten besichtigt haben. Wöchentlich haben wir einen Ausflug gemacht.
Ich bin morgens um 7 Uhr aufgestanden, weil das Gebet immer um halb 8 ist, an dem ich häufig teilgenommen habe, dann war das Frühstück, wobei Pater Karl ,der das Haus gegründet hat, die Arbeit verteilt hat. Wir haben vormittags gearbeitet, dann Mittagsgebet und Mittagessen. Dann haben wir nach dem Abendessen wieder die Geschirre abgewaschen und dann gibt es abends Messe, aber die ist nicht Pflicht. Abends haben wir viel miteinander geredet oder Filme geschaut.
Das Haus der Stille hat mit uns sehr viele Ausflüge organisiert: Bärenschützklamm, Edelsbach (Weltmaschine, Brückenmuseum, Bienenmuseum), Raabklamm, Heiliggeistklamm bei Leutschach, Schöckl, Gaberl, Bärnbach, Speikkogel usw. .Wir haben einen Ausflug in den Alpen beim Vollmond gemacht. Wir sind um Mitternacht losgefahren und am Vormittag um 11 Uhr zu Hause angekommen. Das war eine sehr schöne Erlebnis.
Ich war zu Fuß in Mariazell mit ein paar Leuten vom Haus der Stille. Ich wollte auch mitgehen, aber ich habe kein Bergschuhe, kein Schlafsack, kein Rucksack bei mir gehabt, also nichts, was man zu einem Ausflug braucht, aber die Menschen sind sehr hilfsbereit gewesen, so habe ich alles bekommen. Wir sind vier Tage lang gegangen und haben in den Bergen übernachtet und dann sind wir mit Zug und Bus nach Hause gefahren. Ich habe viele Blasen gehabt und am Ende hat schon meine Füße weh getan, aber trotzdem hat mir diese Wallfahrt sehr gefallen
Hier sind viele Ungarn gewesen, deshalb habe ich viel auf ungarisch gesprochen, aber trotzdem glaube ich, es hat sich gelohnt, hier zu sein, weil ich jetzt schon mutiger und besser auf Deutsch sprechen kann.

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