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"Mehr als genug!"

'Mehr als genug!'

Zwei Seminartage im Haus der Stille südlich von Graz thematisierten von 10.- 11. Oktober 2014 im Rahmen der österreichweiten „Aktionstage Nachhaltigkeit“ den Umgang mit den Verlockungen einer Konsumgesellschaft, die davon geprägt ist, im Übermaß zu produzieren ohne Rücksicht auf Ressourcen und Nachhaltigkeit. Schon der Titel provozierte eine Reihe von Fragen: Wenn es mehr als genug gibt – was stimmt also nicht? Was können wir, was kann ich als einzelne/r beitragen, damit das Ganze wieder ins Maß und Gleichgewicht kommt?

Eine Reihe von engagierten Referentinnen und Referenten, die in verschiedenen Initiativen verwurzelt sind (Global 2000, Gemeinwohlökonomie, Talentetausch, SERI (Sustainable Europe Research Institute), Abfallwirtschaft Steiermark, Südwind, ATTAC) war von der Organisatorin Sarah Ruthofer (Haus der Stille) in Kooperation mit Elisabeth Spreitzhofer (Junge Kirche Steiermark) für Impulsreferate und die Begleitung von Workshops gewonnen worden. Der aufrüttelnde Film „Nicht gut genug“ von Ed Moschitz sorgte für zusätzlichen Zündstoff in den angeregten Diskussionen der TeilnehmerInnen im Alter von 3 Monaten bis 70 Jahren.

Das Haus der Stille mit seinen Grundsätzen der franziskanischen Einfachheit und der Entschleunigung erwies sich als guter Ort für diese Veranstaltung, weil hier das Ringen um einen alternativen Lebensstil im Unterschied zu einer Gesellschaft des indoktrinierten „Immer-mehr-und-immer-Besser“ seit 35 Jahren erfahrbar ist. Denn schon das erste Impulsreferat von Friedrich Hinterberger, Gründer und Leiter von SERI, machte klar, dass das sich immer schneller drehende Hamsterrad von Produktion und Konsum keinen wirklichen Zugewinn an Lebensqualität bringt und nur den ohnehin bereits Reichen einen zumindest materiellen Gewinn beschert.

Die Feststellung eines Teilnehmers, dass man sich als einzelner mit einem Beitrag zum Wandel dieses Systems sehr rasch überfordert fühle, wurde zum Angelpunkt für den weiteren Verlauf der Gespräche. Anna Geiger (Global 2000) stellte in der Schlussrunde fest, dass es auch für sie eine große Ermutigung sei, zu sehen, dass auch von den TeilnehmerInnen bereits so viele Ressourcen – in verschiedenen Initiativen, aber auch in Eigenregie – für einen Wandel eingesetzt würden. Wichtig seien aber das Wissen voneinander und die Vernetzung.

Als stärkstes Bild bleibt wohl das von Oskar Gelinek (Gemeinwohlökonomie) eingebrachte Beispiel der mittlerweile auch wissenschaftlich nachgewiesenen Imago-Zellen der Schmetterlingspuppe: Nicht die immer dicker sich anfressende Raupe ist das Ziel der Entwicklung. Wenn das Wachstum zum Stillstand gekommen ist, verpuppt sich die Raupe, und es entstehen in ihrem Körper neue Zellen, die in einer anderen Frequenz schwingen als der Raupenkörper. Auch wenn sie zunächst vom Immunsystem der Raupe als feindlich angesehen und verschlungen werden, tauchen sie immer wieder auf und werden immer mehr, schließen sich zu kleinen Gruppen und in der Folge zu langen Ketten zusammen und bereiten die Geburt des Schmetterlings vor.

Hans Waltersdorfer

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Markusweg

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Gemeinsame Begehung des Markusweges

auf Anfrage möglich
Mai bis September 2019

Wenn es unter den Gästen im Haus Interesse an einer gemeinsamen Begehung des Markuksweges gibt, wird jemand vom Haus diesen Weg begleiten.
Wenn jemand von auswärts dazukommen möchte, bitten wir um Anfrage, ob an diesem Samstag tatsächlich gegangen wird.

Nähere Informationen:
Haus der Stille Tel: +43 (0)3135 / 82625

Nach Vereinbarung stehen wir für Gruppen als BegleiterInnen für den Markus- und Ermutigungsweg zur Verfügung!


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