A-8081 Heiligenkreuz a. W., Friedensplatz 1, Tel: +43 (0)3135/82625

Informationsfahrt nach Rumänien

Informationsfahrt nach Rumänien

Die Fahrtroute:
Zu siebt waren wir unterwegs unter der kundigen Leitung von Hedi Mislik. An der ungarisch-rumänischen Grenze angekommen, führte uns die Fahrt von ARAD ostwärts zum Caritas-Zentrum in LIPOVA, dem ersten Schwerpunkt unserer Reise. Von hier ab gehören alle anderen besuchten Projekte zur Stiftung Heiliger Franziskus, gegründet vom Franziskaner P. Csaba Böjte in Deva. Wir kamen an DEVA vorbei in ORASTIE an. Von dort ging es weiter über Alba Iulia und Sighisoara nach TARGU MURES und von dort zurück westwärts über Oradea nach SALONTA – wieder an der ungarischen Grenze. Alles zusammen ausgehend vom Haus der Stille bis zur Heimkehr legten wir 2.081 km zurück.

Begegnungen:
Alle Projekte, die wir besuchen durften, begannen durch die Initiative von einer Person und werden bis heute weitergeführt vom Idealismus vieler anderer MitarbeiterInnen. Die Caritas in Lipova wurde vor 20 Jahren von Frau Dr. Imogen Tietze gegründet. Bei einem von ihren vielfältigen Arbeitsbereichen durften wir sie begleiten: im Umfeld von 50 km rund um Lipova betreut die Caritas Leute, Familien, die sich in extremer Notsituation befinden. Imogen brachte für jede Familie ein ansehnliches Lebensmittelpaket und konnte manchmal auch rechtliche Beratung versprechen. Zehn Mal mussten wir uns von Menschen verabschieden und sind wieder ins Auto gestiegen, um zu den Nächsten zu fahren: erschüttert, empört, beschämt …

In Orastie sind wir einer anderen „Randgruppe“ der Gesellschaft begegnet: 30 Familien mit einer Menge von Kindern und Jugendlichen hausen in den früheren Umkleidekabinen eines verfallenen Fußballstadions. Es ist dasselbe Bild, wie wir es von Slums oder Favelas anderer Kontinente geliefert bekommen. Ob es in dieser Enge immer friedlich zugehen kann??? Am Tag unseres Besuches konnte Hedi viele Fotos übergeben, die sie bei ihrem vorigen Besuch gemacht hatte und jetzt unbändige Freude bei den Leuten auslöste.
Bei den Kinder- und Jugendheimen der Stiftung St. Franziskus in verschiedenen Städten fanden wir immer Sauberkeit und Ordnung und sind wir immer und überall frohen und zugleich zurückhaltenden Kindern begegnet. Man kann sich vorstellen, dass viele von ihnen schwere Zeiten hinter sich haben. Vom Erziehungs- und Leitungspersonal hatte ich den Eindruck, dass sie mit viel Idealismus und Liebe ihrer Aufgabe nachgehen. Besonders gilt das von Márika Pál, die in Targu Mures eine halb verfallene Villa zu einem Wohnheim für Studenten umwandeln will.

Verschiedene Eindrücke:
Bei den Einrichtungen der Stiftung St. Franziskus kann man einen großen Fortschritt sehen, wenn man die Bilder von früher mit dem jetzigen Zustand vergleicht. (Aufbau mit Spenden vom Ausland?) Das Essen der Kinder scheint aber doch sehr einfach und bescheiden zu sein. (Aktueller Unterhalt?)

Wenn man durch die Städte fährt, bekommt man den Eindruck eines gewaltigen wirtschaftlichen Aufschwungs: Einkaufszentren, Neubauten von westlichen Industrien und Banken schießen aus dem Boden. Auf den Landstraßen ist ein dichter LKW-Verkehr, worunter sich noch manches Pferdefuhrwerk behauptet. Auf den Äckern kann man relativ moderne Maschinen sehen, meist aber sah ich die Leute arbeiten wie bei uns vor 50 oder 60 Jahren.

Manche Leute sagen, dass es dem kleinen Mann nicht besser, sondern eher schlechter geht als unter dem kommunistischen Regime.
Gegensätze gibt es auch beim Volk der Roma: es gibt noch die alten Pferdewagen und ungepflegte Häuser, aber es gibt auch schlossähnliche Repräsentations-Bauten der Großfamilien bzw. eines Clanchefs.

Für den Tourismus wird einiges renoviert oder in Stand gehalten, wie wir sehen konnten bei einer alten Burg in Hunedoara, auf der Zitadelle in Sighisoara und beim Besuch einer alten Wehrkirche („Kirchenburg“) in Valea Viilor (Wurmloch).
In den wenigen Tagen erlebte ich Rumänien als ein Land der großen Vielfalt: eine Geschichte verschiedener Beherrscher und Unterdrücker, verschiedene Völker, Sprachen und Religionen.

Ein Besuch trägt dazu bei, Neues zu sehen und zu lernen, Vorurteile abzubauen und Wertschätzung aufzubauen; und auch weiterhin zu helfen, dort wo es sinnvoll ist und wo wir können.
DANKE der Initiative von Hedi Mislik!

P. Ludwig Laaber

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ANGEBOTE IM HAUS

Offene Tanzabende

Kreis- und Gruppentänze

TANZE – soviel du tanzen kannst,
TANZE – um Begeisterung für’s Leben wieder zu finden,
TANZE – um deine Seele zu erwecken, wenn sie schläft,
TANZE – um zu hoffen, zu vertrauen, zu glauben,zu lieben, zu heilen.

aktuelle Termine: Mittwoch, 19 bis 21 Uhr
siehe Kalender...

Leitung:
Hedi Mislik
ChoRa Kreistanzleiterin, Tanz- und Ausdruckspädagogin

Keine Anmeldung notwendig!

Beitrag: freiwillige Spende


WANDERUNGEN

Markusweg

Markusweg

Gemeinsame Begehung des Markusweges

auf Anfrage möglich
Mai bis September 2019

Wenn es unter den Gästen im Haus Interesse an einer gemeinsamen Begehung des Markuksweges gibt, wird jemand vom Haus diesen Weg begleiten.
Wenn jemand von auswärts dazukommen möchte, bitten wir um Anfrage, ob an diesem Samstag tatsächlich gegangen wird.

Nähere Informationen:
Haus der Stille Tel: +43 (0)3135 / 82625

Nach Vereinbarung stehen wir für Gruppen als BegleiterInnen für den Markus- und Ermutigungsweg zur Verfügung!


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