A-8081 Heiligenkreuz a. W., Friedensplatz 1, Tel: +43 (0)3135/82625

Unsere Liturgie


Als Menschen, die an Gott als die Mitte ihres Lebens glauben, suchen wir die Begegnung mit ihm sowohl als Einzelne als auch im gemeinsamen Feiern der Liturgie. So erhält unser Tagesablauf durch die gemeinsamen Gebetszeiten eine Strukturierung, die uns immer wieder auf das Wesentliche zurückführt. Wir machen uns immer wieder bewusst, dass das Leben von Gott geschenkt ist und auch all unser Tun für die Menschen letztlich von ihm getragen sein soll.

Höhepunkte

In dieser alltäglichen Struktur gibt es im Lauf jeder Woche einige Höhepunkte:

Mittwochsmesse


Am Mittwoch feiern wir die Eucharistie bewusst am Vormittag, damit auch jene daran teilnehmen können, die nicht im oder in der Nähe vom Haus der Stille wohnen und am Abend nicht da sein können. Wir brauchen dieses Miteinander, sonst geht uns Wesentliches verloren. Wir sehen es auch als ein besonderes Zeugnis, dass es möglich ist, mitten am Vormittag die Arbeit liegen zu lassen und miteinander Gottesdienst zu feiern.

Österliche Wochenstruktur


Höhepunkt unseres gemeinsamen Feierns ist der wöchentliche Nachvollzug des Geschehens der Heiligen Woche, in der wir das Zentrum unseres christlichen Glaubens und unserer Hoffnung feiern: Tod und Auferstehung Jesu. Wir feiern daher die Eucharistie am Donnerstag bewusst in Erinnerung an das Abendmahl Jesu, am Freitag und Samstag aber keine Messe, sondern eine Wort-Gottes-Feier – Verbindung und Hinführung zur sonntäglichen Eucharistiefeier als Höhepunkt der Woche.

Donnerstag: Eucharistie


Am Donnerstag erinnern wir uns besonders an jenes Ereignis im Abendmahlsaal und anschließend am Ölberg, als Jesus seinen Liebsten den Vorwurf nicht ersparen konnte: „Nicht einmal eine Stunde konntet ihr mit mir wachen.“ Deswegen halten wir zusätzlich zur täglichen Stunde der Stille an diesem Abend nach der Hl. Messe – trotz Müdigkeit – eine halbe Stunde Anbetung.

Freitag: Gebet vor dem Kreuz


Am Freitag gedenken wir des Leidens unseres Bruders und Herrn Jesus Christus, das immer in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Leiden des Menschen gesehen werden muss. Er ist seiner Sendung bis zum Letzten trotz aller Widerstände treu geblieben. Wo finden wir heute das Leid des geschundenen und geschlagenen Menschen, das Leid der Schöpfung? Schau um dich! Schau in die Zeitungen! Schau in dich!
Es ist zweifelsohne ungewohnt, die täglichen Nachrichten von Zeitung und Radio so lebensnah in den Gottesdienst einzubringen! Aber es gibt nur eine Welt! Sie ist von Gott und will erlöst werden! Wir sind zur Mitarbeit daran gerufen! Wir können den Alltag nicht draußen vor der Kapellentüre lassen.

Samstagabend: Auferstehungsfeier


Der Sonntag – der Tag der Auferstehung – beginnt mit dem Sonnenuntergang am Vorabend. Wir begrüßen diesen Tag mit einer nächtlichen Wort-Gottes-Feier.
Wir erinnern uns in dieser Feier, wie in der Osternacht, an die Großtaten Gottes: Schöpfung, Wegbegleitung, Erlösung, Heimholung des Menschen. Wir tun dies in sehr verschiedenen Formen. Oft gehen wir hinaus in den Garten, mit Lichtern in den Händen, den Sonnengesang des heiligen Franziskus singend und betend, erinnernd, dass Gott Alpha und Omega, Anfang und Ziel unseres Lebens ist. In diesem Vertrauen gehen wir durch die Nacht hinüber zu einem neuen Tag, an dem wir die Fülle des Lebens feiern.
So kann die sonntägliche Eucharistiefeier zum Höhepunkt der Woche werden.
Die Feiern dieser vier Tage gehören zusammen. Das mühsame Durchhalten können wir uns auch hier nicht ersparen. Nur wer regelmäßig an allen vier Feiern teilnimmt – unabhängig von augenblicklicher Stimmung – wird die Qualität dieser Auffächerung erfahren.

zurück


Downloads

Hier steht der aktuelle Prospekt ''unserer Liturgie'' als PDF-Datei zur Verfügung
Prospekt Liturgie 93,4 KB


DE EN FR HU HR RO RU